Tagesdosis

...der ganz alltägliche Wahnsinn!
 

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Über

Episödchen und Histörchen aus unserem Alltag. Ganz stinknormal und mitunter auch leicht am Rande des Wahnsinns.

 


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Blog

Ohne mich

Sonntagmorgen im Fitness-Studio. Beherzter Griff zum neuen Programm mit dem verheißungsvollen Namen "Fatburner".

Diverse Sätze an Geräten, und immer zwischendurch eine Trainingseinheit am "Ausdauergerät Deiner Wahl" auf höchster Stufe.

Ich entschied mich für das Fahrrad. Mit Widerstand von 120 Watt.

Wem das nichts sagt: Stell Dir vor, Du besteigst ein Fahrrad mit festgeschweißten Pedalen und fährst den Mount Everest hoch. Und das in drei Minuten. 

Nach einer Minute bin ich bald kollabiert und aus dem Sattel gekippt.

Eigentlich ist mein altes Programm auch ganz schön. Und wer braucht schon Fatburner? Das gleichnamige Programm steckt jetzt wieder an der Tafel für andere Wahnsinnige.

Ich will so bleiben wie ich bin. Ich darf.

 

1 Kommentar Birgit am 31.1.12 22:04, kommentieren

King Karl

Ich bin kein großer Fan dieses Gottschalk-Selbstbeweihräucherungs-Gefasels im Vorabendprogramm - aber heute Abend bin ich hängen geblieben: Karl Lagerfeld kam frisch vom Flughafen ins Studio geschritten. Ja, dieser Mann geht nicht, er schreitet. Und ich könnte ihm stundenlang zuhören... er bringt zwar keinen Satz gerade raus, aber er redet so herrlich abgedreht über Gott und die Welt.

Und mittendrin fiel er unserem König des Smalltalk gegenüber vom "mein Freund Karl"-Du ins offizielle Sie. Was Gottschalk von seinem "Freund Karl" ja nun gar nicht gewöhnt war und sich gleich beschwerte.

Und was sagt "Freund Karl"? 

"Ach...weisst Du... ich komme ja gerade aus Paris... und... und... jetzt bin ich sofort hier... und...und... muss ja gleich von Französisch umdenken auf Deutsch. Und da habe ich gar nicht gehört was ich rede!"

Umwerfend. Einfach unschlagbar. Gehört in die Kategorie "Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?"

Ich mag den Typ.

2 Kommentare Birgit am 31.1.12 21:56, kommentieren

Kommissar Nervenstark

Ja, man braucht schon ein sonniges Gemüt, wenn man morgens seine Mails aufklappt und die sparsame Nachricht findet:

"Bitte bei der Bahn fragen: im Zug von N nach H ((8:50 von N nach M) sind sämtliche Gespäckstücke abhanden gekommen: Schwarze Ledertasche, schwarze Victorinox Tasche + grüne Sporttasche. Besten Gruss." 

Umfassende, aber lästige Fragen wie Zugnummer, Wagen- oder Sitzplatznummer oder gar "Wurde der Zugbegleiter informiert?" wurden mit einem knappen "Nein!" beantwortet. Ist ja auch wirklich nicht unbedingt nötig, mir mitzuteilen, dass sich in dem ganzen Kram auch noch ein Notebook befand...

Und zur Krönung des Ganzen stellte sich heute noch heraus, dass 8:50 Uhr noch nicht mal die richtige Uhrzeit war... Jesses! 

Mit der richtigen Zugnummer konnte ich zumindest die schwarze Tasche inklusive Notebook in einem Bahn-Fundbüro auftreiben. Der Rest ist futsch: Anzüge, Schuhe, Hemden, Krawatten, Kulturbeutel.

Vielleicht bin ich ja wirklich manchmal ein fieser Möpp, aber so ein klitzekleiner Hauch von Schadenfreude köchelt in mir hoch... Schließlich muss man seine lästigen Taschen und Koffer ja auch nicht unbedingt hinter den Sitz stellen, ohne ein Auge drauf zu haben.

 

1 Kommentar Birgit am 26.1.12 18:11, kommentieren

Zicken-Neujahr

Heute beginnt nach dem Mondkalender das Jahr des Drachen.

Und wenn ich mir meine am allerwenigsten geschätzte Kollegin so anschaue, die hier eben wort- und grußlos an unserem Büro nur so vorbei rauschte: Es stimmt. Die Drachen sind da.

Happy New Year.

Birgit am 23.1.12 10:43, kommentieren

Headline des Tages

"For you. Vor Ort. Vorbei."

Die Financial Times Deutschland hat es mal wieder auf den Kopf getroffen!

1 Kommentar Birgit am 23.1.12 10:26, kommentieren

Kassendrama

An der Kasse eines großen Supermarkts, der praktischerweise hier am Niederrhein einen "Future Store" betreibt:

"Müssen wir unbedingt alles hier einkaufen? Die sind doch viel zu teuer!"

"Reg dich nicht so auf. Nur hier bekommen wir die Beanies."

"Wozu diese Plastikdinger nützen, weiss auch kein Mensch."

"Dein Sohn sammelt sie. Und nur noch an zwei Samstagen gibt es bei einem Einkauf von 50 Euro ein beleuchtetes Beanie."

"Naja, wenn er sich's wieder in die Nase stopft, seh ich ihn wenigstens im Dunkeln!"

Ich konnte vor Lachen kaum meinen Kram aufs Band legen. Recht hatte er, der leicht genervte Ehemann. Beanies können leuchten und die Rabattmarken von früher haben einfach eklig geschmeckt. 

1 Kommentar Birgit am 21.1.12 16:26, kommentieren

Seelen-Striptease durch Bloggen!

Oha. Uns hat's erwischt. Die liebe M. (http://modetrend.myblog.de/) hat uns ein Stöckchen zugeworfen: Sieben, mir gerade zufällig einfallende, gern auch seltsame Eigenschaften wüsste sie gern.

So-so. Da muss ich erst mal drüber nachdenken. Schließlich will Spontaneität wohlüberlegt sein.

Also denn, wen auch immer es interessieren mag - kreuz und quer Beet:

1. Ich hab 'nen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Wenn ich ungerecht behandelt werde, könnte ich ausrasten. (Schön ist, dass dies auch für Dritte gilt.)

2. Außer bei Ungerechtigkeiten habe ich eine Engelsgeduld. Nur nicht bei Leuten, die sich bewusst blöd stellen, damit sie irgendwas nicht selbst machen müssen.

3. Ich habe merkwürdige Essgewohnheiten: Dinge, die schon drei Tage im Kühlschrank liegen, ess ich nicht mehr. Auch Trauben, die an bereits braunen, trockenen Stilen baumeln, mag ich nicht. Ebenso esse ich keine Bananen, die schon drei braune Pünktchen haben - lieber die halbgrünen. 

4. Modisch hinke ich eigentlich immer den Trends hinterher. Außer violett bin ich keiner Modefarbe völlig verfallen. Und Schals sehen auch nur bei Models auf Fotos gut aus: bei mir hängen sie nach einem halben Tag immer auf "halb acht".

5. Ich bekenne: ich habe einen klitzekleinen Schuhtick und einen arg ausgeprägten Handtaschentick. 

6. Für wirklich gute Freunde gehe ich meilenweit. Und die dürfen auch gern mitten in der Nacht anrufen, wenn's brennt.

7. Ich rauche immer noch selbstgedrehte Zigaretten - die aber gesundheitsbewusst mit Filter.

Und jetzt, wo ich mich gerade warm laufe mit meinem Seelen-Striptease, hab ich schon sieben Eigenschaften voll. So ein Mist aber auch. Die wirklich spannendsten habt Ihr nun verpasst. Ätsch.

 

 

2 Kommentare Birgit am 20.1.12 17:26, kommentieren